DESY

Referenzprojekt DESY (Deutsches Elektronen Synchrotron, Hamburg)

Bei physikalischen Großprojekten, wie den Elektronenbeschleunigern beim DESY, wird eine genau spezifizierte elektronische Strahlung in Linear- oder in Kreisform erzeugt. Die Länge oder der Umfang solcher Beschleuniger beträgt dabei heute mehrere Kilometer. Ziel ist es, eine Kollision der Strahlungsteilchen zu erreichen und daraus neue Erkenntnisse über die Zusammensetzung der Materie abzuleiten.

Eine geometrisch wichtige Voraussetzung für solche Experimente ist die Errichtung einer Bahn für die Elektronen, die durch eine Vielzahl (Unmenge) von Magneten realisiert wird. Die messtechnische Herausforderung besteht in der sehr genauen Ausrichtung dieser Magnete: Gefordert werden Unsicherheiten im Sub-Millimeterbereich.

Heute werden für diese Aufgaben vor allem Lasertracker eingesetzt, die sich durch eine Unsicherheit für die Streckenmessung im Bereich von besser als 0,1 mm auszeichnen. PANDA erlaubt nun die strenge Ausgleichung und Analyse von beliebig vielen Lasertracker-Messungen und ermöglicht so eine Abschätzung der zu erreichenden Unsicherheiten. Eine ebenso mögliche Kombination mit Tachymetermessungen kann sinnvoll sein, um die Richtungsgenauigkeit in einem Netz zu verbessern.

Durch eine Netzsimulation kann die zu erwartende Unsicherheit bereits in der Konzeptionsphase eines Netzes vorausberechnet werden, so dass ggf. noch Netzoptimierungen durchgeführt werden können.

Die Lasertracker-Messsysteme nicht sind automatisch horizontiert bzw. werden für bestimmte Messaufgaben bewusst in verdrehter Lage eingesetzt. Durch die in PANDA mögliche Kombination mit Nivellementsmessungen kann die oftmals erforderliche Lagerung der gesamten Netzgeometrie im Schwerefeld der Erde gewährleistet werden.

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