Deformationsanalyse

Für die Ergebnisse zweier Messepochen kann eine Deformationsanalyse zur Bestimmung von Einzelpunktverschiebungen durchgeführt werden. Kern der Analyse ist ein globaler Kongruenztest zum Aufdecken von signifikanten Klaffungen innerhalb der Referenzpunkte. Der Test berücksichtigt die komplette Kofaktormatrix beider Epochen. Fehlen die Kofaktormatrizen oder sind nur Punktgenauigkeiten vorhanden, so kann auch eine genäherte Analyse durchgeführt werden. Die verschobenen Punkte werden mittels einer Vorwärts- und/oder Rückwärtstrategie ermittelt.
  • Bei der Rückwärtstrategie werden verschobene Punkte sukzessive aus der Gruppe der Referenzpunkte entfernt, bis die verbliebenen Referenzpunkte keine Klaffungen mehr aufweisen.
  • Bei der Vorwärtsstrategie wird mit stabilen Referenzpunkten begonnen. Sukzessive werden Punkte zur Gruppe der Referenzpunkte hinzugefügt, bis signifikante Klaffungen auftreten. Vor Anwendung der Vorwärtsstrategie wird geprüft, ob die Referenzpunkte tatsächlich stabil sind (Rückwärtsstrategie!).
Zur Überwachung von Bauwerken ist eine zweistufige Analyse möglich, bei der das Netz in Referenz- und Objekt-Punkte eingeteilt wird. Ausgehend von den als stabil erkannten Referenzpunkten (Rückwärtsstrategie) werden die Klaffungen der Objekt-Punkte einzeln auf Signifikanz getestet. (Siehe Talsperre)

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.