DRS Software
Die digitalen Bilder werden durch eine hochentwickelte Auswertesoftware
weiterverarbeitet. Zur Bestimmung der Rissbreite wird ein modifizierter
Fly-Fisher Algorithmus angewandt. Die Detektion des Risses erfolgt halbautomatisch,
da die Bildverarbeitung nicht zuverlässig in der Lage ist, zwischen wahren Rissen
und linienhaften Merkmalen in den Bildern zu unterscheiden. Der zu untersuchende
Rissabschnitt ist manuell auszuwählen und wird anschließen automatisch ausgemessen
und objektiv und nachvollziehbar dokumentiert.
Der Polyline-Fly-Fisher basiert auf einem Suchalgorithmus, der ausgehend von einem
Anfangspunkt jeweils den nächsten Punkt im Riss, d. h. das Pixel mit dem geringsten
Grauwert sucht. Geprüft werden Pixel in einem Suchsektor von 60 Grad und einem
Abstand von 20 Pixel zum Anfangspunkt. Der so gefundene Punkt wird Anfangspunkt einer
erneuten Suche nach dem nächsten Punkt. Es wird somit ein Polygon in der Rissmitte
bestimmt.
Orthogonal zu dem Risspolygon werden die Rissbreiten abgeleitet.
Dazu werden die Pixel gezählt, die ausgehend von der Rissmitte einen Schwellwert
unterschreiten.
Der Schwellwert wird standardmäßig aus der halben Grauwertdifferenz zwischen den
dunkelsten Pixeln im Riss und den hellsten Pixeln auf der Oberfläche gebildet.
Der Schwellwert kann jedoch auch individuell gesetzt werden.
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